Ein Weidendom als Oase der Stille

Weidenpavillion (Victoria-Pavillion in Malmö erstellt von Marcel Kalberer, Dorothea Kalb-Brenek u.a. im Rahmen von BO01 – the ecological city of Tomorrow, Malmö, Schweden 2001)

– oder- als Tanz- bzw. Konzert- bzw. Kleinkunstbühne

Nach dem Vorbild des “grünen Architekten” Marcel Kalberer könnte auf dem Kubaai-Außengelände ein lebendiges Weiden-Großprojekt unter sozial-kollektiver Beteiligung verschiedener Menschen entstehen und das Stadt- und Landschaftsbild derart aufwerten, dass es weit ausstrahlt und Besucherströme auch von weiter her anziehen und sich so zu einer bedeutenden Tourismusattraktion herausbilden könnte.

Es besäße nicht nur Vorbildcharakter bezüglich der Einbindung der Bevölkerung in die Bauausführung als “Kultivierung und Gestaltung des sozialen Arbeitsalltags…, als ein Weg zur Bildung zur Entwicklung sozialer und handwerklicher Fähigkeiten und zur Bildung von Gemeinschaftssinn und Solidarität”, es wäre darüberhinaus für die gesamte Region Beispiel und Vorreiter für die Verbindung baukunstlicher Architektur mit lebendigen Strukturen und “sozialer Skulptur”, wie es Joseph Beuys angestrebt hatte.

Ein Bauwerk als Organismus – ein Baumwerk würde entstehen unter Mithilfe vieler, begleitet von Fachleuten unter dem oben genannten Architekten. Eine geeignete Möglichkeit gestalterisch motivierter Laien in die Verwirklichung großartiger Werke zu integrieren und die Gelegenheit zu geben, sich aktiv und kreativ an der Gestaltung der eigenen Umwelt zu beteiligen. Unserer Zeit gemäß würden wir hier in konsequenter Weise die Versöhnung von Natur uns Architektur verwirklichen und hätten für unser Klima eine einzigartige Bilanz aufzuweisen, unter der es sich herrlich leben ließe, nämlich die CO2-Absorption durch Photosynthese, die Bildung von Biomasse, die Sauerstoffproduktion, die Klimaregulierung, die Reinigung der Luft, die Wasserspeicherung und die ständige Veränderund der Form von Jahr zu Jahr, wie auch im jahreszeitlichen Wandel. Zitat des Literaten und Visionärs Micky Remann: “Weidenbauwerke sind keine Energie- und Ressourcen verschlingende Neubauten, sondern astrein ökologisch verantwortbare radikale Nichtbauten – und trotzdem moderne Architektur”! Und im kollektiven Gestalten mit lebenden Pflanzen wäre ein hervorragendes Angebot auf dem Weg zu einer lustvollen, kreativen, interaktiven und solidarischen Welt erfüllt.

Wenn ein so grandioses Areal wie das Kubaai-Gelände zur Verfügung steht, sollten wir es nutzen für einen zeitgemäßen Umgang mit Ressourcen, Manpower und sinngebender Ästhetik für eine Zukunft im Mitgestalten und durch das Gestaltende der wachsenden, grünen und lebenden Architektur.

Vielen Dank und viel Erfolg und viel Mut für unsere Stadt, vielleicht als Protagonistin einer einzigartigen innovativen Konzeption, die über alle Grenzen hinweg ausstrahlen und anziehend wirken würde.

von: Uta Ida Fischer

 

Bild: Weidenpavillion (Victoria-Pavillion in Malmö erstellt von Marcel Kalberer, Dorothea Kalb-Brenek u.a. im Rahmen von BO01 – the ecological city of Tomorrow, Malmö, Schweden 2001)